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Regina Kabis / "Regina Kabis" / "Kabis" "Regina" // Marc / Lewon / "Marc Lewon" / "Marc" / "Lewon" // Manuela / Mohr / "Manuela Mohr" / "Manuela" Mohr" / Murat Coskun "Murat Coskun" "Murat" "Coskun" / Ian Harrison "Ian Harrison" "Ian Harrison"

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beatrix de dia / "beatrix de dia" / 1492 columbus "1492 columbus" / bosporus links und rechts "links und rechts vom bosporus"

"A chantar" bedeutet soviel wie "singen muss ich…", und erzählt höchst menschlich von Glück und Unglück einer verlorenen Liebe. Musikalisch wie poetisch die Initialzündung um eine Formation zu gründen, die sich als Grundlage die Musik des 12.- 16. Jahrhunderts gewählt hat, um frei improvisierte, virtuose und sinnliche Interpretationen zu kreieren. Auf Laute, Fidel, Blockflöten, Rahmentrommeln und mit Gesang sind die vier Musiker:" ein wahres Feuerwerk an Technik und Spielfreude" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9/ 02). In erweiterter Formation setzen Instrumente wie Ney, Zink, Schalmei oder Dudelsack weitere expressive Akzente.

Auftrittsorte unter anderen: Tage für Alte Musik Kelkheim / Kunstverein Mannheim / Karmeliterkloster FranKfurt / Staatsgalerie Stuttgart / Lindenmuseum Stuttgart / Fest der Innenhöfe Freiburg / Stiftskirche Stuttgart / Rundfunkkonzert SWR2 in der Reihe "Omnia tempus" Namengebend für das Ensemble um die Sängerin Regina Kabis ist ein eindrucksvolles Lied der Comtesse Beatriz de Dia, in dessen Worte eine Frau des 12.Jahrhunderts wieder lebendig wird. "A chantar" bedeutet soviel wie "singen muss ich…" ; Initialzündung um eine Formation zu gründen, die als Grundlage die Musik des 12.- 16. Jahrhunderts verwendet, um frei improvisierte, virtuose und sinnliche Interpretationen zu kreieren. Auf Laute, Fidel, Blockflöten, Rahmentrommeln und mit Gesang sind die vier Musiker:" ein wahres Feuerwerk an Technik und Spielfreude" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9/ 02). In erweiterter Formation setzen Instrumente wie Ney, Zink oder Schalmei weitere expressive Akzente.

Zusammengefunden haben sich: Manuela Mohr, Blockflöten Marc Lewon, Laute, Fidel, Gesang Murat Coskun, Rahmentrommel, Perkussion Regina Kabis, Sopran Als Gäste: Ian Harrison, Zink, Schalmei, Dudelsack, Fidel, Gesang Nefi Akkaya, Ney, Perkussion

Regina Kabis , Sopran studierte Gesang an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. I. Möller und absolvierte ein Aufbaustudium bei Rosemarie Hofman an der Schola Cantorum in Basel. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Seit 2002 ist sie Dozentin für das Fach Gesang an der Musikhochschule Freiburg. Internationale Konzerte im Bereich Konzert/ Oratorium u.a. unter Winfried Toll, Hermann Max, John Holoway, Rundfunk- und Fernsehauftritte mit Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock ( SWR, SR, Deutschland Radio etc, ARD, ZDF) CD-Einspielungen bei Ars musici, Christophorus. Mitglied und Gründerin verschiedener Ensembles für frühe Musik (Freiburger Spielleyt, LaCarezza,LaGamba, A chantar).

Marc Lewon Musikwissenschaftler, historische Lauteninstrumente Studierte Musikwissenschaften und Altgermanistik an der Universität Heidelberg, Mitarbeit bei verschiedenen Projekten des musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg, wissenschaftliche Arbeit im Bereich Mediävistik, Essayveröffentlichungen. Mitwirkung in verschiedenen Ensembles für alte und frühe Musik, darunter Freiburger Spielleyt, A chantar und ensemble officium. Seit Oktober 2002 Aufbaustudium an der Schola Cantorum Basiliensis im Fach Mittelalterlaute.

Die Blockflötistin Manuela Mohr studierte bei Agnes Dorwarth an der Musikhochschule Freiburg. Ein Aufbaustudium bei Ulrike Mauerhofer in Karlsruhe schloss sich an. Dort legte sie ihr Konzertexamen ab.Seither konzertiert Sie mit einem breitgefächeren Repertoire im In-und Ausland. Sie ist Mitbegründerin des Blockflötenquartettes "Quartetto con Affetto", das seit 1991 mit großem Erfolg musiziert und bereits die zweite CD bei …aufgelegt hat. Diminutionskunst und Sinnlichkeit machen sie zu einer idealen Interpretin der mittelalterlichen Musik.

Murat Coskun Rahmentrommeln, Perkussion Weltmusikpreisträger des SWR türkischer Herkunft. Abgeschlossenes Studium der Orientalistik, Schüler von Hakim Ludin (Afghanistan); Vertiefung der musikalischen Kenntnisse durch Unterricht und Aufenthalte in Istanbul und Syrien. Seit 1994 Unterrichtstätigkeit für vorderasiatische und osteuropäische Rhythmik und Perkussion Musikalisch arbeitet er in den Bereichen Folklore, klassische sowie geistliche Musik aus dem türkisch- orientalischen und osteuropäischem Raum, Alte Musik, Jazz, experimentelle Perkussion. Teilnahme an internationalen Festivals im In- und Ausland Rundfunk- und TV-Produktionen, Kompositionen von eigenen Stücken; vielgefragter Gastmusiker (u.a. Kölner Trompetenquartett ) Gastdozent an der Musikhochschule Freiburg.

Ian Harrison- bekannt durch sein international gefragtes Bläserensemble 'Les haulz et les bas' (Link) spielt und singt er regelmäßig als Gast in Ensembles für frühe Musik und world music wie: Ensemble Sarband (München), The Harp Consort (London) Taurus (Berlin) und A chantar (Freiburg) In Newcastle,im Grenzgebiet zwischen England und Schottland aufgewachsen, erhielt er sein Magister in Music Performance Studies an der City University, London,. Aufbaustudien am königlichen Konservatorium, Den Haag und an der Schola Cantorum Basiliensis liessen ihn umfassende Studien der Musik des Mittelalters und der Renaissance betreiben. Sein besonders frei improvisierender Musikstil wuchs durch intensive Studien und jahrelange Konzerterfahrung in nahezu allen Ländern Europas. Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Einspielungen auf CD dokumentieren seine Arbeit.

"A Chantar - Singen muss ich", hebt Regina Kabis, Sopranistin und musikalischer Fixpunkt des gleichnamigen Ensembles an - und schon die ersten Töne nehmen den Hörer gefangen…" (Main Echo, 2.7.03)

"Überaus virtuos ließ Manuela Mohr die Melodien auf ihren Blockflöten dazu tanzen, Marc Lewon brachte den herben, sonoren Klang der Schlüsselfiedel ebenso beredt zum Klingen wie die silbrigen Farben der Laute".(FAZ1.7.03)

"Als Höhepunkt des ersten Abends entpuppte sich das Konzert von A chantar mit spanischen Liedern des 13. Jahrhunderts. Die Sopranistin Regina Kabis pflegt einen lebendigen Umgang mit der ornamentalen Gesangspraxis, und insbesondere Murat Coskuns perkussive Begleitung rückt deren Ausdruck zusätzlich in die Nähe zeitgenössischer Weltmusik." BZ, Fest der Innenhöfe 2003

"...ist aber beileibe kein trocken-dröges, akademisches Gedudel, sondern ein furioses Feuerwerk aus glockenhellem, glasklaren Gesang, high-speed Lautenspiel und frischen spritzigen Ideen."

"…was A Chantar von anderen Ensembles unterscheidet, ist der mittlerweile schon fast wieder ungewohnte Verzicht auf Manierismen. Das bedeutet nun aber ganz gewiss nicht, dass die Titel von A Chantar etwa"ernste Musik" in einem dröge-akademischen Sinne wären! Das genaue Gegenteil ist der Fall!"

„ein wahres Feuerwerk an Technik und Spielfreude" Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9/ 02

Links und rechts vom Bosporus Mit dem Programm Links und rechts vom Bosporus greift das Ensemble Anregungen verschiedener Musikkulturen des Mittelalters und der Renaissance auf. Das vielseitige Repertoire nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in den Mittelmeerraum: Osmanische Kunstmusik, u.a. vom persischen und arabischen Hof beeinflusst, steht der Musik türkischer Mystiker und maurischer Dichter aus dem 14. Jahrhundert gegenüber. Temperamentvolle italienische Liebeslieder; Musik des italienischen Trecento, wechseln ab mit Musik des spanischen Königshofes und der traditonell überlieferten sehnsuchtsvollen Lieder der Sephardim. Wie fliessend der musikalische Übergang zwischen Orient und Okzident in der frühen Musik klingen kann, kommt in diesem Programm zum Ausdruck.

A chantar..singen muss ich Das berühmte Lied „A chantar“ der Beatritz de Dia, das auch für den Ensemblenamen Pate stand, eröffnet den Konzertabend und gibt überdies den tènor an, der das Pro-gramm durchzieht: Die Lieder der Trobairitz, der weiblichen Trobadors und damit der wenigen uns überlieferten Dichter-Komponistinnen dieser frühen Zeit, schaffen eine Verbindung zwischen den anderen mediterranen Musikrichtungen des Mittelalters, die im Verlaufe des Abends erklingen. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst der früheste uns erhaltene Liederzyklus: Die sieben „Cantigas d’amigo“ des Spaniers Martin Codax. Sie demonstrieren neben volksnaher Schlichtheit auch den Einfluß der provenzalischen Trobadors, die mit den iberischen Dichtern in regem Austausch standen. Im Zuge der Katharerkreuzzüge des 13. Jahrhunderts flohen Teile der kulturschaffenden Schicht Südfrankreichs nach Italien und beteiligten sich dort maßgeblich an der Ent-wicklung und Ausbildung der Epoche, die als „Trecento“ in die Musikgeschichte eingehen sollte. Diese Stilrichtung bildet das Zentrum des zweiten Konzertteils: Die kunstvolle italienische Musik des 14. Jahrhunderts findet ihren Niederschlag nicht nur in verzierungsreichen, mehrstimmigen Kompositionen, sondern auch in der äußerst selten tradierten Instrumentalmusik, die, lebhaft und virtuos vorgetragen, das Pro-gramm bereichert.

1492 christliche und jüdische Musik Das Zusammenleben verschiedener Volksgruppen hat mehrere Gesichter. Austausch von Lebensstil, Kunst und Kultur einerseits, Intoleranz, kriegerische Auseinandersetzung, Gewalt, Vertreibung andererseits. 1492 in Spanien war es nicht anders: Die katholischen Könige regieren das Land – „Los Reyes Católicos“, wie man sie ob ihrer Glaubensstärke auch nennt: Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien. Kolumbus hat in ihrem Namen gerade die Anker gelichtet und ihre Armeen beenden soeben durch den Sieg über die letzte maurische Hochburg Granada die seit 700 Jahren währende „Reconquista“. Spanien ist erstmalig unter christlicher Herrschaft geeint und das Land blickt zuversichtlich in eine goldene Zukunft. Einige Vorkommnisse jedoch trüben das scheinbar makellose Bild, denn sein religiöser Eifer veranlaßt das Königspaar zu einer Reihe folgenschwerer Entscheidungen: eine davon ist die Einsetzung der berüchtigten „spanischen Inquisition“ – eine weitere die Ausweisung der bislang unter arabischem Schutze lebenden Juden in Folge der Eroberung Granadas. Innerhalb kürzester Zeit müssen deshalb regelrechte Völkerscharen die iberische Halbinsel verlassen und siedeln sich schließlich im ganzen Mittelmeerraum an. Diese Konstellation zwischen Niedergang und Aufbruch im Land der drei Religionen an der Schwelle zur Neuzeit findet ihren Spiegel in Architektur, Bild und – Musik: sie fängt die Stimmung dieser Epoche ein und überliefert sie uns in den Liederbüchern der katholischen Könige, den „Cancioneros“, sowie den traditionellen Gesängen der „Sephardim“, wie sich die spanischen Juden selbst nennen. In diesem Konzert bedient sich das Ensemble A Chantar dieser Quellen und läßt die Welt Spaniens um 1492 wieder auferstehen. Kompositionen aus dem Repertoire des königlichen Hofes wechseln mit temperamentvollen Balladen der Sepharden, schwungvolle Tanzsätze mit sehnsuchtsvollen Liebesromanzen – unterschiedlich die Tonalitäten, doch verbindent die höchst menschlichen Inhalte: Liebe, Leid und Frömmigkeit auf beiden Seiten. Was uns Menschen alles verbinden könnte….

Regina Kabis Kartäuser Str. 46 79102 Freiburg Tel: 0761 - 8817017 Email:

Marc Lewon Kleingemünder Str. 113-2 69118 Heidelberg Tel: 06221-892242 Email:

Riehenring 107 CH-4058 Basel Tel: 0041-681 8508 Homepage: